Ina Scharrenbach

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Ina Scharrenbach, 2018
Ina Scharrenbach (2013)

Ina Scharrenbach (* 30. September 1976 in Unna) ist eine deutsche Politikerin (CDU). Sie war Abgeordnete im 16. Landtag von Nordrhein-Westfalen und ist seit dem 30. Juni 2017 Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett Laschet.

Leben

Scharrenbach legte 1996 ihr Abitur am Städtischen Gymnasium Kamen ab. Von 1996 bis 1999 absolvierte sie eine Berufsausbildung zur Bankkauffrau bei der Städtischen Sparkasse Kamen und war danach im erlernten Beruf tätig. 2001 begann sie an der Fachhochschule Dortmund ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Rechnungswesen, Steuern und Controlling, das sie 2005 als Diplom-Betriebswirtin (FH) abschloss.[1] Anschließend arbeitete sie bis zur Landtagswahl 2012 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.[2]

Politik

In der CDU ist Ina Scharrenbach seit 1996 Mitglied. Dem Stadtrat von Kamen gehörte sie von 1999 bis 2017 an, seit 2011 amtierte sie dort als Fraktionsvorsitzende ihrer Partei. Seit 2011 ist sie in der Frauen-Union NRW als stellvertretende Landesvorsitzende aktiv und Vize-Kreisvorsitzende der CDU im Kreis Unna. Seit dem Jahr 2012 ist sie stellvertretende Landesvorsitzende der CDU in Nordrhein-Westfalen. Seit 2017 ist sie Vorsitzende der Frauen Union NRW.[3]

Ina Scharrenbach erhielt bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2012 über die Landesliste der CDU ein Mandat. Im Landtagsplenum war sie eine der Schriftführerinnen. Scharrenbach war stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Frauen, Gleichstellung und Emanzipation und Mitglied in den Ausschüssen für Familie, Kinder und Jugend sowie Haushalt und Finanzen.

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen 2017 konnte Ina Scharrenbach kein Landtagsmandat mehr erringen. Sie führte mit Peter Biesenbach und Bodo Löttgen die Koalitionsverhandlungen zur Inneren Sicherheit und wurde nach Bildung einer schwarz-gelben Koalition am 30. Juni 2017 zur Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Kabinett Laschet berufen.[4]

Kontroversen

In die Kritik geriet Scharrenbach, als ihr im Rahmen eines Heimatkongresses am 17. März 2018 von dem „NRW-Heimatbotschafter“ Heino eine LangspielplatteDie schönsten deutschen Heimat- und Vaterlandslieder“ als Geschenk überreicht wurde. Mehrere der 24 Lieder auf dem Doppelalbum haben eine fragwürdige Geschichte und gehörten etwa zum üblichen Liedgut der nationalsozialistischen SS. Das Ministerium teilte mit, das Geschenk sei „bei der Übergabe nicht unter dem Aspekt der politischen Korrektheit überprüft worden“, die Ministerin verwahre sich aber strikt dagegen, „in irgendeiner Weise mit der nationalsozialistischen Ideologie in Verbindung gebracht zu werden“.[5]

Am 12. September 2018 wurde Ina Scharrenbach erneut stark kritisiert, da sie ihre Position als Bauministerin des Landes Nordrhein-Westfalen[6] dafür nutzte, Baumhäuser der Demonstranten gegen die Rodung des Hambacher Forst entfernen zu lassen, da diese den Brandschutzbestimmungen nicht genügen.[7] Diese Begründung wurde einerseits stark kritisiert, da der Sommer 2018 enorm trocken war[8] und wenige Tage vorher die Polizei die existierenden Feuerlöscher konfiszierte, da diese als Waffe hätten genutzt werden können. Andererseits sah sich das Bauministerium als oberste Bauaufsichtsbehörde aufgrund der nicht eingehaltenen Brandschutzbestimmungen zum Einschreiten verpflichtet. Diese Sicherheitsbedenken betrafen nicht nur fehlende Feuerlöscher, „die Baumhäuser [müssten] etwa über Rettungstreppen und über Geländer verfügen. Außerdem müssten Rettungswege für Feuerwehr und Krankenwagen verfügbar sein.“[9]

Weblinks

 Commons: Ina Scharrenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ministerin Ina Scharrenbach
  2. {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Lebenslauf von Ina Scharrenbach auf ihrer eigenen Webseite}} In: {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel=Way Back Maschine Website}} Archiviert vom Original am {{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}};.{{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= zugriff= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}
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  4. wz.de vom 22. Mai 2017: Warum 64 Prozent der CDU-Parlamentarier neu sind, abgerufen am 26. Mai 2017
  5. www.spiegel.de Präsent für NRW-Heimatministerin: Heino verschenkt Lieder mit SS-Vergangenheit, abgerufen am 26. Mai 2018
  6. {{#invoke:Vorlage:Internetquelle|TitelFormat|titel={{#invoke:WLink|getEscapedTitle|MHKBG NRW - Ministerin Ina Scharrenbach}}}} (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original;.@1@2[[Vorlage:Toter Link/{{#invoke:URLutil|getHost|1=https://www.mhkbg.nrw/ministerium/ministerin-Ina-Scharrenbach/index.php}}]] (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven){{#invoke:TemplatePar|check |all= url= titel= zugriff= |opt= autor= hrsg= format= sprache= titelerg= werk= seiten= datum= abruf-verborgen= archiv-url= archiv-datum= archiv-bot= kommentar= zitat= CH= offline= |cat= Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Internetquelle |template= Vorlage:Internetquelle |format=0 |preview=1 }}
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